Über unsere Rieden

Dürrau

Die Dürrau ist an sich Pauls liebstes Kind. Die Riede weist schwere Böden aus Tonmergel und Kies auf. Der südliche Teil ist ein Hügel, der von der Abendsonne abgeschnitten ist; hier ist die Traubenreife geringer. Ansonsten ist Dürrau eine besonders wertvolle Lage, die Blaufränkische von großer Struktur und Langlebigkeit bringt.

 

In trockenen Jahren ist er ein hervorragender Wasserspeicher und die Traubenqualität ist dann kaum zu überbieten. In nassen Jahren wird's eher schwierig. Der Boden ist undurchlässig und oft zu nass. Kerschbaum bezeichnet die Riede Dürrau als seinen "Minutenboden“. Die Weine weisen eine pfeffrige Aromatik auf, zeigen mitunter aber auch eine zimtige Süße im Duft.

Hochäcker

Hier werden die Sorten Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Merlot angebaut. Die Bodenstruktur ist ein Gemisch aus Lehm und Löß, das in der Tiefe in einen Kiesgrund übergeht. Der nach Süden ausgerichtete Teil der Lage Hochäcker weist leichtere Böden auf, im steilsten Stück sind sie am schwersten; hier findet man viel mit Kies gemischten Ton.

 

Der Boden ist dadurch durchlässiger und bringt in nassen Jahren seine besten Resultate. Die Böden werden aber im Sommer sehr hart und waren früher bei den Winzern unbeliebt, weil sie besonders schwer zu bearbeiten sind. In heißen Perioden besteht immer die Gefahr von Trockenschäden.

 

Aus diesem Grund stehen hier auch eigens von Kerschbaum ausgesuchte Blaufränkisch-Selektionen, die sehr kleinbeerig und dadurch resistenter gegen Trockenheit sind. Die Weine zeichnen sich durch hohe Eleganz aus und werden als sehr charaktervolle Weine mit pfeffriger Würze geschätzt. Sie eignen sich durch ihre besondere Struktur für den Ausbau in kleinen Holzfässern.

Gfanger und Kirchholz

Gfanger und Kirchholz sind Lößböden, mit Schotter durchsetzt. Durch die eher leichten Böden bringen die Weine mehr Frucht, aber weniger Tannin und Würze.

 

Dieser Teil ist eher für Zweigelt als für Blaufränkisch geeignet. zurück