Philosophie

„...bewusst hinzuschauen, es der Natur gleichzumachen, die Hände nicht in den Schoß zu legen - zahlreiche Auszeichnungen und Prämierungen geben uns die Gewissheit auf dem rechten Weg zu sein...“

Unser Weingut zählt schon lange zu den Spitzenweingütern im Mittelburgenland. Paul übernahm vor rund 20 Jahren den gemischtlandwirtschaftlichen Betrieb von seinem Vater und fokussierte sich schon bald auf den Weinbau. Als zielstrebender Jungwinzer erkennt er das Potential der Rebsorte Blaufränkisch seiner Heimatgemeinde Horitschon und baute einen Betrieb auf, der heute zu den führenden Weinbaubetrieben Österreichs gehört.

 

1989 begann Paul mit der Flaschenfüllung, heute beläuft sich der Barrique-Bestand auf ca. 850 Fässer.

 

Paul ist seiner Philosphie treu geblieben, tiefgründige und komplexe Weine zu keltern, die sich dem Genießer nicht gleich an den Hals werfen, sondern ihre Qualitäten erst nach einer gewissen Reifephase ausspielen. Im Lauf der Jahre wurde ein eigener "Kerschbaum-Stil" hervorgebracht. Die Weine sind durchwegs wuchtig und füllig, jedoch zugleich trinkanimierend, ausgewogen und harmonisch im Säurespiel.

 

Paul forciert kraftvolle, lang haltbare Weine mit - bewusst dezentem - Holztouch und nimmt dafür in Kauf, dass sie viel Luft benötigen, weil sie reich an Gerbstoffen und Tanninen sind. Gezielte Traubenproduktion mit zweimaliger Fruchtausdünnung, schonende Maischevergärung bis zu 25 Tagen und Lagerung in gebrauchten und neuen Hölzern führen zum Erfolg.
Ab der Ernte 2011 übertrug Paul seinem Sohn und zukünftigen Nachfolger die Produktion der Weine.

Schon seit dem Kindheitsalter wusste Michael, dass er den Familienbetrieb einmal weiterführen will. Die Arbeit mit und in der Natur hat ihm schon immer sehr gefallen. Für Michael war es immer äußerst faszinierend, den Wein von der Traube bis ins Glas begleiten zu dürfen. Nach seiner Absolvierung im Jahr 2007 zum Oneologen an der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg konnte Michael endlich das Gelernte im Familienbetrieb umsetzen, bevor er im Jahr 2010 zu einem dreimonatigen Auslandspraktikum in Frankreich eingeladen wurde.
„Das war für mich eine sehr spannende und lehrreiche Zeit, welche ich rückblickend auf keinen Fall missen möchte.“:, scherzte Michael
Die in Frankreich gewonnenen Eindrücke spornten ihn an, das dort Erlernte kombiniert mit den Erfahrungen, die er durch die ständige Mitarbeit mit seinem Vater im heimischen Betrieb erworben hatte, in die Tat umzusetzen. Paul hat Michael im Lauf der letzten Jahre immer mehr Verantwortung übertragen. Mit der Ernte 2011 sprach er ihm das Vertrauen aus, die Weine von nun an in eigener Verantwortung zu produzieren.
Als er zu gefragt wurde wie es ihm dabei geht gesteht er:„Zugegeben, das ist(war) bis jetzt nicht immer einfach! Mein Vater hat eben doch sehr viel erreicht und macht tolle Weine, da ist schon ein gewisser Druck da."
Sein Ziel ist es, dass die Weine auch in Zukunft in Reihe mit den bestplatzierten Weinen unseres Landes stehen und das das Weingut im In –sowie im Ausland seinen guten Namen behält und noch weiter bekannt wird. Mit der Unterstützung seines Vaters und durch harte Arbeit hat Michael seit 2011 zahlreich gute Prämierungen hochrangiger Weinmagazine erhalten.